Vor 70 Jahren, am 14. Mai 1948, wurde der Staat Israel ausgerufen – ORF III Kultur und Information widmet dem Jahrestag am Samstag, dem 12. Mai 2018, einen fünfteiligen „zeit.geschichte“-Abend und zeigt u. a. die TV-Premiere der ORF-III-Neuproduktion „Zufluchtsort Israel – Österreichische Emigration nach Palästina“. Zum Muttertag, am Sonntag, dem 13. Mai, präsentiert ORF III am Nachmittag und Vorabend vier kultige Spielfilme mit Publikumslieblingen aus Österreich und Deutschland. Danach präsentiert ORF III im Hauptabend zwei Opernsängerinnen der Extraklasse – Anna Netrebko und Elīna Garanča – in Gaetano Donizettis Oper „Anna Bolena“ aus der Wiener Staatsoper.

Samstag, 12. Mai: „GartenKULT“ – „SelbstversorgerGarten“ (17.30 Uhr) und „Der Spielgarten“ (18.00 Uhr), fünfmal „zeit.geschichte“ mit „Zufluchtsort Israel – Österreichische Emigration nach Palästina“ (20.15 Uhr), Zweiteiler „Israel – Geburt eines umkämpften Landes“ (21.00 Uhr und 21.55 Uhr), Zweiteiler „1973. Jom Kippur. Ein Krieg im Oktober“ (22.55, 23.55 Uhr)
Der Samstag startet mit einer Dakapofolge aus der ersten Staffel des Magazins „GartenKULT“ zum Thema „SelbsversorgerGarten“ (17.30 Uhr). Danach präsentiert ORF III eine neue Episode der aktuellen dritten Saison: In „Der Spielgarten“ (18.00 Uhr) zeigen Katharina Gritzner und Profigärtner Josef Starkl kreative Ideen für Jung und Alt, die den heimischen Garten zum Spielparadies machen.

Im Hauptabend präsentiert die „zeit.geschichte“ einen fünfteiligen Schwerpunkt zum 70. Jahrestag der Gründung des Staates Israel. Den Auftakt macht die ORF-III-Neuproduktion von Uli Jürgens „Zufluchtsort Israel – Österreichische Emigration nach Palästina“ (20.15 Uhr). Mit der Ausrufung des Staates Israel ging ein lang gehegter jüdischer Traum in Erfüllung. Doch Palästina glich keineswegs anderen Zufluchtsorten wie den USA – für viele Auswanderer war es eine Art „wiedergefundene Heimat“, eng verwoben mit der jüdischen Geschichte und Tradition. Österreicher/innen wie Teddy Kollek, Anna Ticho oder Ari Rath halfen mit, den Staat Israel aufzubauen – stellten ihr Wissen und ihr Engagement in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens zur Verfügung und waren maßgeblich daran beteiligt, Israel zu dem zu machen, was es heute ist. Der Film erinnert an die Gründungsmütter und -väter dieses Landes, lässt Zeitzeuginnen und Zeitzeugen zu Wort kommen und führt mit seltenem Archivmaterial zurück an die Anfänge des Staates an der Mittelmeerküste.

Danach folgt der Zweiteiler „Israel – Geburt eines umkämpften Landes“ von Blanche Finger und William Karel, der im November 1947 ansetzt: Die Vereinten Nationen stimmten über den Teilungsplan für Palästina ab. Für einige wurde ein Traum wahr. Für andere war es der Beginn einer Katastrophe. 70 Jahre später ist das Land eine offene Wunde – ein Schlachtfeld zweier Völker, zerrissen durch ihre gemeinsame Geschichte, eine Quelle unüberwindbarer Spannungen in der Region und über die Grenzen des Nahen Ostens hinaus. Die Produktion rekapituliert die ersten zwei Jahrzehnte des neuen Staates, von 1945 bis zum Sechstagekrieg. 20 Jahre, die die Grundlage für das heutige Israel bilden. Der erste Teil „Ein Staat entsteht“ (21.00 Uhr) geht an die Anfänge zurück und konzentriert sich auf die Periode vom Ende des Zweiten Weltkriegs über das UNO-Votum des Teilungsplanes im Jahr 1947 bis hin zur Unabhängigkeitserklärung Israels im Jahr 1948. Der zweite Teil „Von Krieg zu Krieg“ (21.55 Uhr) deckt die Jahre 1948 bis 1967 ab – zwei fundamentale Jahrzehnte, die bestimmt waren vom Krieg zwischen den beiden jungen Staaten und deren Nachbarn.

Abschließend folgt ein weiterer Doku-Zweiteiler: „1973. Jom Kippur. Ein Krieg im Oktober“ von Vincent de Cointet. Im arabisch-israelischen Krieg im Jahr 1973 – in Israel Jom-Kippur-Krieg und auf arabischer Seite Oktober- oder Ramadan-Krieg genannt – standen einander Israel, Ägypten und Syrien feindlich gegenüber. Der erste Film (22.55 Uhr) dokumentiert mit seltenen Archivaufnahmen Beweggründe, Zweifel und innerste Überzeugungen jener beiden Staats-und Regierungschefs, die ihre Länder damals in den Krieg führten: Golda Meir und Anwar el Sadat. Im Mittelpunkt des zweiten Teils (23.55 Uhr) stehen die wichtigsten Etappen des dreiwöchigen Jom-Kippur-Krieges.

Sonntag, 13. Mai: viermal „ORF III Spezial zum Muttertag“ mit „Wir bleiben zusammen“ (14.10 Uhr), „Wink des Himmels“ (15.40 Uhr), „Jetzt erst Recht!“ (17.15 Uhr), „Mama kommt!“ (18.45 Uhr), „Erlebnis Bühne mit Barbara Rett: Anna Bolena“ (20.15 Uhr)
Am Sonntag zeigt „ORF III Spezial zum Muttertag“ ab 14.10 Uhr vier vom ORF koproduzierte Spielfilme, beginnend mit Wolfgang Murnbergers Familiendrama „Wir bleiben zusammen“ (14.10 Uhr) aus dem Jahr 2001. Die 23-jährige Pianistin Kristine (Bernadette Heerwagen) plant einen karriereorientierten Geiger zum Mann zu nehmen – jedoch kommen bei der Fahrt zur Trauung ihre Eltern ums Leben und die Hochzeit platzt. Kristine, die noch zwei minderjährige Geschwister hat, versucht die Familie nach dem tragischen Todesfall zusammenzuhalten und wieder einen normalen Alltag in ihr Leben zu bringen. Doch ihr fast-Ehemann Richard (Bernhard Schir) hat andere Pläne und würde die Kinder lieber in einem Internat sehen. Tragische Umstände sind auch im nachfolgenden Film „Wink des Himmels“ von Karola Hattop aus dem Jahr 2005 der Ausgangspunkt: Der Architektin Paula (Elisabeth Lanz) fliegt auf einer Baustelle eine Brieftaube zu. Diese trägt eine Nachricht bei sich, die Paula sehr berührt: „Ich suche für meinen Papa eine neue Mami, die zu uns passt.“ Paulas Neugier ist geweckt, sie beginnt nach dem Absender des Briefes zu suchen und findet ihn tatsächlich. Es ist ein achtjähriger Bub, dessen Mutter bei einem Unglück verstorben ist und der jetzt das Glück seines Vaters selbst in die Hand nehmen möchte.

Danach zeigt ORF III das 2003 entstandene Komödiendrama „Jetzt erst Recht!“ (17.15 Uhr) von Michael Kreihsl. Wie geht es jemandem, der plötzlich erfährt, dass er nicht der Sohn seiner Eltern ist? Für den angehenden Staranwalt Max (Ulrich Reinthaller) bricht eine Welt zusammen, als sich bei seinem Verlobungsfest die Praterwirtin Gabi (Marianne Mendt) als seine leibliche Mutter vorstellt. Max zieht die Reißleine und wagt einen Neuanfang fernab vom Luxusleben seiner Familie. In weiteren Rollen sind Peter Weck, Gertraud Jesserer, Maria Köstlinger und Nicholas Ofczarek zu sehen.

Abschließend steht Isabel Kleefelds Komödie „Mama kommt!“ (18.45 Uhr) aus dem Jahr 2009 mit Senta Berger auf dem Programm. Flucht – das ist Christianes (Anja Kling) erster Impuls, als plötzlich ihre Mutter Luise (Senta Berger) mit einem Koffer vor ihrer Tür steht. Als Unfallchirurgin mit unregelmäßigem Dienstplan hat sie genug um die Ohren. Hinzu kommt, dass Christiane nicht weiß, wie sie ihrer Teenager-Tochter ihre Affäre mit dem jüngeren Kollegen Lars (Matthias Schloo) erklären soll – geschweige denn Übermutter Luise. Umso größer ist daher die Überraschung, als sich herausstellt, dass auch Luise ein Geheimnis hütet.Im Hauptabend präsentiert „Erlebnis Bühne mit Barbara Rett“ ebenfalls ein starbesetztes Programm: In Gaetano Donizettis selten gespielter Oper „Anna Bolena“ aus der Wiener Staatsoper 2011 brillieren Anna Netrebko, Elīna Garanča, Elisabeth Kulman und Ildebrando D‘Arcangelo unter der musikalischen Leitung von Evelino Pidò. Regie führt Éric Génovèse.